Die Märkte für Nahrungsmittel in der Schweiz sind charakterisiert durch eine X-Struktur: Viele landwirtschaftliche Produzentinnen und Produzenten stehen wenigen Handels- und Verarbeitungsbetrieben bzw. Detailhändlern gegenüber. Diese verkaufen ihre Produkte wiederum an viele Konsumentinnen und Konsumenten. In den letzten Jahren fand in verschiedenen Wertschöpfungsketten eine zusätzliche Konzentration statt.
Als Teil einer umfassenden Analyse zur Wettbewerbssituation im Lebensmittelmarkt hat Flury & Giuliani GmbH im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft BLW die Struktur in den Wertschöpfungsketten Äpfel, Brotweizen und Schweinefleisch analysiert.
Die Analyse zeigte, dass der Wettbewerb innerhalb und zwischen den Stufen unterschiedlich stark ist. Auf einzelnen Stufen ist der Wettbewerb unter den Marktakteuren ausgeprägt. Dies gilt z.B. auf der zweiten Verarbeitungsstufe, wo gewerbliche Betriebe mit grossen, oft vertikal integrierten Verarbeitungsbetrieben in Konkurrenz stehen und in einem angebots- wie auch nachfrageseitig beschränkten Gesamtmarkt durch steigende Importe konkurrenziert werden. Einen Einfluss auf die Struktur und die Wettbewerbssituation in den Wertschöpfungsketten haben aber auch die technologische Entwicklung oder gesetzliche Vorgaben. Aber auch die Agrarpolitik, welche über den Grenzschutz die Grösse der Märkte für die inländischen Unternehmen beeinflusst.»


